06074 484 61 44

ANgeDACHT: Nicht sehen. Doch glauben.

ANgeDACHT: Nicht sehen. Doch glauben.

ANgeDACHT: Nicht sehen. Doch glauben.

# ANgeDACHT

ANgeDACHT: Nicht sehen. Doch glauben.

ANgeDACHT für April 2026 von Sabine Beyer, Pfarrerin in der Evangelischen Emmausgemeinde Jügesheim


Liebe Leserin, lieber Leser,

sind Sie auch ein visueller Typ? Viele Menschen sind „Augenmenschen“. Thomas im Johannesevangelium war wohl so ein Augenmensch. Jedenfalls verlangt er Beweise. Er traut nur auf das, was er sieht und obendrein am liebsten noch anfassen kann. Es reicht ihm nicht, dass die Freunde ihm von der Begegnung mit dem auferstandenen Christus erzählen, er fordert eine persönliche Begegnung ein. Einen empirischen Beweis. Er will sich überzeugen, indem er die Wundmale des gekreuzigten Auferstandenen berührt.

Jesus antwortet dem sprichwörtlich gewordenen „ungläubigen“ Thomas: 

Du glaubst, weil du mich gesehen hast. Selig, die nicht sehen und doch glauben. (Johannes 20,29). 

Tja, das klingt in meinen Ohren nach einer schallenden Ohrfeige, die übersetzt lautet: „Dein Glaube ist oberflächlich, schau‘ tiefer, Thomas! Warum vertraust du mir nicht?“

Heutzutage halten viele Menschen nur das für wahr, was sie sehen können, schwarz auf weiß. Oder anfassen können. Anders für Maria von Magdala, die erste Hauptzeugin der Auferweckung Jesu Christi im Johannesevangelium (20,11). Ihr Erlebnis bildet sozusagen die Hintergrundfolie, vor der Thomas dann so blass aussieht. An Karfreitag steht sie unterm Kreuz ihres Meisters und begegnet ihm als allererste am Ostersonntag. Dabei entbehrt es nicht der Komik, dass Maria Christus in ihrer Trauer für einen Friedhofsgärtner hält. 

Als Christus sie mit Namen anspricht, erkennt sie ihn als ihren „Rabbuni“, ihren Lehrer. Also durch das Hören, nicht durch das Sehen. Wenn wir Bibel lesen oder im Gottesdienst Predigten hören, dann ist unser Glauben auch auf das Hören angewiesen, sei es das Hören der inneren Stimme oder auf das Zuhören einer anderen Stimme. Leider ist das (Zu-)Hören deutlich schwieriger als das Schauen und Berühren und weniger nachhaltig. So möchte auch Maria intuitiv den Auferweckten berühren, doch der wehrt ab: „Rühre mich nicht an!“  

Ostern ist und bleibt ein Wunder!

Dies könnte Sie auch interessieren

Evangelisches Dekanat Dreieich-Rodgau

Arbeitsbereich Kindertagesstätten
Theodor-Heuss-Ring 52

63128 Dietzenbach

Tel. (06074) 48461-

kitas.dekanat.dreieich-rodgau@ekhn.de

Geschäftsführung

Christine Großebörger (-42)
christine.grosseboerger@ekhn.de

Dorothee Munz-Sundhaus (-13)
dorothee.munz-sundhaus@ekhn.de

 

Recruiting

Anke Engel (-44)

anke.engel@ekhn.de

 

Verwaltung

Adina Böckmann (-41)

adina.boeckmann@ekhn.de

Daniela Zimmermann (-21)

daniela.zimmermann@ekhn.de