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Mit Gottes Spielplatzsegen: Kita Jona erobert ihren neuen Forschergarten

Mit Gottes Spielplatzsegen: Kita Jona erobert ihren neuen Forschergarten

Mit Gottes Spielplatzsegen: Kita Jona erobert ihren neuen Forschergarten

# Kitas

Mit Gottes Spielplatzsegen: Kita Jona erobert ihren neuen Forschergarten

Kaum war das symbolische Schloss geöffnet, gab es für die Kinder der Evangelischen Kita Jona kein Halten mehr: Binnen Sekunden nahmen sie ihr neu gestaltetes Außengelände in Besitz. Wo noch kurz zuvor der offizielle Teil der Wiedereröffnung stattgefunden hatte, wurde nun geklettert, getobt, gematscht und geforscht. Nach rund zweieinhalb Monaten Bauzeit feierte die Kita in der Heusenstammer Leibnizstraße am Mittwoch, 12. August, die Eröffnung ihres neuen Forschergartens.

Bevor das Gelände endgültig freigegeben wurde, erhielt es Gottes Spielplatzsegen. Pfarrerin Susanne Winkler und der Dekan des Evangelischen Dekanats Dreieich-Rodgau, Steffen Held, segneten das Außengelände und wünschten den Kindern viele fröhliche, spannende und unbeschwerte Stunden darin.

Typisch Jona - zentrale Rolle spielt der Wal

Wie groß die Vorfreude gewesen war, zeigte der alte Wunschbusch der Kita. Während der Bauzeit hatten die Kinder kleine Wünsche-Wale gestaltet und an seine Zweige gehängt. Der Wal spielt auch auf dem neuen Gelände eine zentrale Rolle: Ein großes Kletter- und Spielelement greift die biblische Geschichte von Jona auf, die der Kita ihren Namen gegeben hat.

Kita-Leiterin Kerstin Wunderlich zeigte sich begeistert von den neuen Möglichkeiten. Das Außengelände biete nun alles, was Kinderherzen rund ums Matschen, Spielen, Toben, Klettern und Bauen begehrten. Lediglich die ergänzende Bepflanzung fehlt noch: Heimische und klimaresiliente Pflanzen sollen im Oktober und November gesetzt werden.

Auch kulinarisch schlug die Kita die Brücke von der Baustelle zum fertigen Spielplatz. Einen Kuchen hatten die Bauarbeiter bereits während ihrer Arbeit bekommen. Zur Eröffnung gab es nun passenderweise einen Spielplatzkuchen.

Action-Test mit Bürgermeister

Bevor die Kinder selbst loslegen durften, musste das Gelände allerdings noch einen letzten offiziellen Test bestehen. Bürgermeister Steffen Ball absolvierte als Erster den neuen Parcours und wurde anschließend mit einer Urkunde zum „offiziellen Spielplatztester“ ernannt. Gemeinsam mit Kerstin Wunderlich gab er das Gelände danach für die Kinder frei.

Ball dankte allen, die an der Planung und Umsetzung beteiligt waren. Namentlich hob er unter anderem Kerstin Stanek, Leiterin des städtischen Fachbereichs Bildung und Soziales, sowie Volker Kaufmann von GFP Goldschmidt, Fischer, Schütz hervor, der das Vorhaben als Projektbegleiter unterstützte. Sein Dank galt ebenso dem Kita-Team, den Planerinnen und Planern sowie dem Bautrupp.

Forschergarten  war lang gehegter Wunsch

Das Konzept des naturnahen Forschergartens verbindet Spiel, Bewegung und Naturerfahrung. Ein Rundweg erschließt unterschiedliche Spiel- und Sinnesstationen, großzügige Sand- und Kletterbereiche sowie Orte zum Beobachten, Entdecken und gemeinsamen Spielen. Neue Schattenbereiche und verschiedene Aufenthaltsräume bieten zugleich geschützte Plätze zum Ausruhen. Sämtliche vorhandenen Bäume blieben erhalten.

Die Neugestaltung des Außengeländes war ein sehr lang gehegter Wunsch der Kita. Auf den Weg gebracht wurde das Projekt im Frühjahr 2022 gemeinsam vom städtischen Fachdienst Umwelt, Forst und Klimaanpassung, dem Fachbereich Bildung und Soziales, der Kita und der Evangelischen Kirchengemeinde. Die Forschungsstelle für Frei- und Spielraumplanung entwickelte zusammen mit dem Kita-Team das Konzept. Ende Mai 2026 erfolgte der symbolische Spatenstich. Die Bauarbeiten wurden etwas früher als geplant abgeschlossen, sodass der Forschergarten zum Beginn des neuen Kindergartenjahres wieder zur Verfügung stand.

Die Gesamtkosten der Neugestaltung belaufen sich auf mehr als 300.000 Euro. Das Land Hessen fördert das Projekt mit bis zu rund 143.600 Euro aus dem Programm „Entwicklung klimaresilienter Außenräume“; die Förderzusage war im Juni 2025 erfolgt. Während der Bauzeit nutzte die Kita Flächen der Evangelischen Kirchengemeinde und umliegende Spielplätze.

Nun ist die Zeit der Ausweichquartiere vorbei. Die Kinder haben ihre eigene Abenteuerwelt zurück – vielseitiger, klimaangepasster und mit einem Wal, der intensiv vom Bürgermeister getestet und nun zum Toben freigegeben ist.

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