01/10/2026 0 Kommentare
„Mission: Joy“ in der Jubiläums-Filmreihe
„Mission: Joy“ in der Jubiläums-Filmreihe

Rund um das Thema „Freude“ geht es in der Filmreihe im Sprendlinger Viktoria-Kino (Offenbacher Straße 9), die derzeit ihr 25. Jubiläum feiert. Einmal im Monat laufen dort jeweils mittwochabends reizvolle Beiträge. Am 11. November um 20 Uhr ist der gleichzeitig lustige wie bewegende Dokumentarfilm „Mission: Joy“ zu sehen.
Die US-amerikanische Produktion aus dem Jahr 2021 schildert den Austausch zwischen zwei der bedeutendsten spirituellen Leitfiguren unserer Zeit: seiner Heiligkeit des Dalai Lama und des im Dezember 2021 verstorbenen Erzbischofs Desmond Tutu. Der eine Buddhist, der andere Christ, offenbaren die beiden, die sich selbst als schelmische Brüder bezeichnen, in persönlichen Gesprächen ihre immense Lebenserfahrung und die Weisheit ihrer jeweiligen Weltreligion. Gemeinsam ist ihnen die grundlegende Erkenntnis: Es ist die innere Freude, die unserem Leben Sinn verleiht – unabhängig von allen Unsicherheiten und Hindernissen im Außen.
Innere Freude als Heilmittel gegen äußere Unwägbarkeiten
Der Film begleitet die Gespräche der Friedensnobelpreisträger im April 2015, aus denen das gemeinsame Werk „Das Buch der Freude“ entstand – ein gefeierter New York Times-Bestseller. Die Dokumentation der Regisseure Louie Psihoyos und Peggy Callahan besteht zum Großteil aus noch nie zuvor gezeigtem Filmmaterial, das über fünf Tage im indischen Exilwohnsitz des Dalai Lama in Dharamsala gedreht wurde. Daneben kommen Weggefährten der langjährigen Freunde zu Wort. So können die Zuschauer über 85 Minuten die beeindruckenden Persönlichkeiten hinter den Kulissen begleiten, dabei sein, wenn sie einander mit Zuneigung, Respekt und Humor begegnen und Geschichten aus ihrem Leben erzählen, das beide immer wieder mit großen Schwierigkeiten und schier unlösbaren Konflikten konfrontierte. Trotzdem gelang es ihnen, Heiterkeit und Zuversicht zu bewahren. Mitautor Douglas Abrams ergänzt das spirituelle Wissen um die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse, zusammen ergibt sich daraus eine Anleitung für ein glückliches, erfülltes Leben auch in unruhigen Zeiten.
Bunter Mix unterschiedlicher Beiträge
„Kino ist ein Ort, den viele Menschen mit Freude verbinden“ sagt Sandra Scholz zum Oberbegriff der aktuellen Reihe, die bis zum März nächsten Jahres einen abwechslungsreichen Mix an Filmen präsentiert. „In den vergangenen Jahren waren auch viele nachdenklich machende Werke zu sehen, in denen auf unterschiedliche Weise gesellschaftsrelevante Themen aufgegriffen werden“, erläutert die Pfarrerin für Gesellschaftliche Verantwortung und Ökumene im Evangelischen Dekanat Dreieich-Rodgau. Gemeinsam mit Regina Yilmaz-Grein und Ana Perkovic vom Frauen- und Gleichstellungsbüro der Stadt Dreieich sowie Dr. Angela Beike und Susanne Hormel von der Volkshochschule Dreieich sucht die Theologin die Beiträge aus. „Dieses Mal haben wir das nicht völlig ausgelassen, uns aber gleichzeitig auf das Positive konzentriert“, fährt sie fort.
Filme vermitteln positive, lebensjahende Stimmung
„Freude hat viele Facetten“, erklärt Ana Perkovic. „Sie kann laut und mitreißend sein oder leise und unerwartet entstehen. Sie findet sich in Musik und Humor, in Freundschaft und Gemeinschaft, in Erinnerungen, im Mut zum Neuanfang oder darin, trotz schwieriger Erfahrungen Hoffnung zu bewahren.“ Ihre Kollegin Regina Yilmaz-Grein ergänzt: „Die ausgewählten Filme erzählen ganz unterschiedliche Geschichten und machen sichtbar, wie vielfältig Freude sein kann – und wie sie Menschen verbindet.“ Und Susanne Hormel fügt an, „in einer Zeit voller Konflikte und Härten möchten wir ein positives und lebensbejahendes Gefühl vermitteln und für eine Rückkehr zu Themen wie Menschlichkeit, Hoffnung oder Gemeinschaft einladen.“
Erfolgreiches Kooperationsprojekt
Sandra Scholz zeigt sich hochzufrieden, „dass wir schon so lange in guter Kooperation mit dem Viktoria-Kino tolle Filme zeigen und damit Besucherinnen und Besuchern schöne Abende bereiten“. Auch Dr. Angela Beike zieht eine positive Bilanz: „Es ist ein toller Erfolg, dass sich die Reihe selbst trägt“, betont sie. Die hohe Resonanz rühre daher, „dass unser Publikum uns teilweise über die Jahre hinweg treu geblieben ist und wir daneben zunehmend jüngere Menschen ansprechen und für unsere ausgewählten Filme begeistern können“.
Tickets online oder an der Abendkasse
Der Eintritt beträgt zehn Euro auf allen Plätzen. Tickets gibt es online unter www.viktoriakino.de oder direkt vor Ort an der Abendkasse. Einlass ist ab 19:30 Uhr, Filmbeginn um 20 Uhr, stets mit einer kurzen Einführung. Jeweils zweimal zwei Karten pro Vorstellung werden im Vorfeld von der Offenbach-Post verlost.
Die Filmreihe
Im Jahre 2001 als Filmwoche von der Evangelischen Erwachsenenbildung im Kreis Offenbach ins Leben gerufen, wurde das Projekt seither ausgebaut und mit wechselnden Kooperationspartnern weitergeführt. Bereits seit langem engagiert sich hier das Frauen- und Gleichstellungsbüro der Stadt Dreieich, seit 2014 ist die Volkshochschule Dreieich mit im Boot. 2018 stieß das Referat Gesellschaftliche Verantwortung im Evangelischen Dekanat Dreieich-Rodgau hinzu.
Aktuelle Informationen sind auf den Webseiten der Kooperationspartner oder in den Medien zu finden. Das komplette Programm ist dem aktuellen Flyer zu entnehmen.
Weitere Informationen:
Frauenbüro der Stadt Dreieich
Regina Yilmaz-Grein, Ana Perkovic
Telefon: 06103 / 601-961
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