25/08/2026 0 Kommentare
Interkulturelle Wochen: Wir sind "dafür!"
Interkulturelle Wochen: Wir sind "dafür!"
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Interkulturelle Wochen: Wir sind "dafür!"
Zwei Monate, neun Städte und ein Programm, das weit mehr bietet als das klassische „Fest der Kulturen“: Vom 1. September bis 31. Oktober 2026 stehen die Interkulturellen Wochen im Kreis Offenbach unter dem Motto „dafür!“. Gemeint ist eine Haltung: für Dialog statt Schweigen, für Offenheit statt Abgrenzung und für ein Zusammenleben, in dem Unterschiede nicht zum Trennenden werden. Im Kreis Offenbach leben Menschen aus rund 170 Nationen und unterschiedlichen Religionen und Kulturen.
Von Poesie bis Suppenfestival
Das 47-seitige Terminheft zeigt, wie unterschiedlich man interkulturellen Austausch angehen kann. Auf dem Programm stehen Lesungen, Konzerte, Ausstellungen und Diskussionen ebenso wie gemeinsames Kochen, Theater, Tanz, Sport, Stadtführungen, Familienangebote und Feste. Inhaltlich geht es unter anderem um Migration und Rassismus, Demokratie und Zivilcourage, Frauenrechte und Gleichberechtigung, Religion, Arbeit und Ausbildung, Sprache, Flucht und die Geschichte der Arbeitsmigration.
Dabei wird es durchaus politisch: In Dreieich berichten Zugewanderte über Fremdsein, Integration und Diskriminierung; in Neu-Isenburg geht es bei „Urban Sketching: Demokratie im Blick“ mit dem Skizzenbuch auf Spurensuche nach Demokratie im öffentlichen Raum, und ein Streitworkshop fragt ganz praktisch, wie Meinungsverschiedenheiten verbinden können, statt zu spalten.
Andere Angebote setzen auf Essen, Musik und gemeinsames Tun: In Rodgau bringt das Fest der Begegnung „Die Welt zu Hause in Rodgau“ am Samstag, 19. September, Musik, Tanz und internationale Küche zusammen; Rödermark feiert unter anderem ein Internationales Suppenfestival, und in Dreieich wird beim „Cook & Talk“ gemeinsam ein Drei-Gänge-Menü gekocht.
Kirche ist mit dabei
Auch Kirchengemeinden, Diakonie und interreligiöse Initiativen beteiligen sich an den Interkulturellen Wochen. Einige Termine mit kirchlichem Bezug:
Sonntag, 20. September, 10 Uhr, Neu-Isenburg: Der Gottesdienst „Dafür! – Aber wofür denn?!?“ in der Buchenbuschkirche wird in 15 bis 20 Sprachen gefeiert. Menschen unterschiedlicher Religionen wirken mit; anschließend gibt es Kaffee, Tee und internationalen Imbiss.
Samstag, 26. September, 17 Uhr, Dietzenbach: Beim 16. Dietzenbacher Friedensgebet kommen Menschen unterschiedlicher Religionen im Garten der Religionen zusammen. Ansprechpartnerinnen der Arbeitsgemeinschaft der Religionen sind Pfarrerin Sandra Scholz und Renate Bottmann.
Samstag, 26. September, 17 Uhr, Neu-Isenburg: „Grenzen überwinden – Musik und Poesie“ verbindet in der Buchenbuschkirche Orgelmusik und Texte aus verschiedenen Ländern. Veranstaltet wird der Abend gemeinsam von der Buchenbuschgemeinde und der Erasmus-Alberus-Gemeinde Dreieich-Sprendlingen.
Sonntag, 4. Oktober, 18 Uhr, Mühlheim: Die Evangelisch-methodistische Kirchengemeinde und der Mosaikverein feiern Erntedank interkulturell mit gemeinsamem Essen.
Mittwoch, 28. Oktober, 19 Uhr, Mühlheim: Unter der Überschrift „Jesus – Prophet und Gottes Sohn“ bringen zwei Theologen die unterschiedlichen Sichtweisen von Islam und Christentum miteinander ins Gespräch.
Daneben gibt es beispielsweise das Café Grenzenlos der Evangelisch-Reformierten Gemeinde Am Marktplatz in Neu-Isenburg, gemeinsames internationales Kochen mit der Evangelischen Kirchengemeinde Langen sowie weitere Angebote in kirchlichen Räumen.
Auch das Dekanat arbeitet mit
Die Interkulturellen Wochen entstehen kreisweit im Zusammenspiel von Kommunen, Vereinen, Initiativen und Religionsgemeinschaften. Im Koordinationskreis auf Kreisebene ist auch das Evangelische Dekanat Dreieich-Rodgau mit Pfarrerin Sandra Scholz vertreten. Ebenfalls dabei ist Pfarrerin Susanne Lenz für die Evangelisch-reformierte Buchenbuschgemeinde Neu-Isenburg und die Evangelische Erasmus-Alberus-Gemeinde Dreieich.
Das komplette Terminheft lohnt deshalb zum Stöbern: Zwischen September und Oktober finden sich Angebote in Dietzenbach, Dreieich, Langen, Mühlheim, Neu-Isenburg, Obertshausen, Rodgau, Rödermark und Seligenstadt – von der kleinen Gesprächsrunde bis zum großen Stadtteilfest.
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