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ANgeDACHT: Ein Raum der Liebe und des Friedens

ANgeDACHT: Ein Raum der Liebe und des Friedens

ANgeDACHT: Ein Raum der Liebe und des Friedens

# ANgeDACHT

ANgeDACHT: Ein Raum der Liebe und des Friedens

ANgeDACHT für März 2026 von Sandra Scholz, Pfarrerin für Gesellschaftliche Verantwortung und Ökumene im Evangelischen Dekanat Dreieich-Rodgau

Denn siehe, der Winter ist vergangen,
der Regen ist vorbei und dahin. 

Die Blumen sind hervorgekommen im Lande,
die Zeit des Singens ist da.
 

Hohes Lied 2, 11-12

Wie sehr entspricht dieser Vers aus dem Hohen Lied gerade meiner Sehnsucht! Dann, wenn ein Tag wieder grau in grau daherkommt, Niesel, Regen und Nebel die Sicht nehmen. 

Aber auch dann, wenn ich von der tiefen Trauer einer iranischen Freundin höre und ihrer Sehnsucht nach Freiheit und Neuanfang. Oder auch dann, wenn die Regierung einer Weltmacht grundlegende Forschungserkenntnisse mit einem Handstreich für ungültig erklärt und damit die Vorgaben für den Klimaschutz einfach so abschafft. 

Dann erscheint es mir manchmal, als würde der Winter einfach nicht mehr enden wollen, und eine Nachricht der nächsten in nichts an Bedrückung nachstehen. Es ist schwer, all das zu verdauen und sich nicht die Sicht nehmen zu lassen, nicht den Glauben nehmen zu lassen, dass der Winter in seinen vielen Dimensionen vergehen wird und trotz allem neue Blumen hervorbrechen sollen. 

Das Hohe Lied ist ein Liebeslied voller Hoffnungsbilder, voller Sehnsucht, Erotik, voller Spielarten der Liebe. Politische Abhängigkeiten, Macht und Unruhe kommen praktisch nicht vor, und zugleich hat es sie doch in der Entstehungszeit des Textes gegeben. Umso mehr scheinen die Autor*innen des Liedes ihrer Sehnsucht gefolgt zu sein: einen Raum zu beschreiben, auszumalen, in dem Liebe und Frieden schon jetzt erfahrbar sind, in dem Körper und Seele positiv beschrieben werden und Gewalt keinen Raum mehr hat. 

In dem Kinderbuch „Frederik“ von Leo Lionni sammelt eine kleine Maus Farben für den Winter. Den anderen Mäusen erscheint dies unsinnig, aber am Ende sind es die Farben, die Bilder vom kommenden Frühling, die ihnen helfen, nicht die Sicht, nicht die Hoffnung auf neues Leben zu verlieren. 

„…die Blumen sind hervorgekommen, die Zeit des Singens ist da.“ Es sind die Hoffnungsbilder von dem, das noch nicht ist und doch sein soll, die uns helfen werden, über den Nebel hinauszusehen und uns am Glauben festzuhalten, dass Neues kommen soll, Frieden und Einsicht und eine Erde, die immer wieder neu Leben hervorbringen wird. 

Amen!

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